Barclays

Informationen

Barclays, ursprünglich aus Großbritannien stammend (die Firmengeschichte geht zurück bis 1690), ist heute ein international agierender Finanzriese und drittgrößte Bank in Großbritannien. Sie wird als eine der „systemisch bedeutenden Finanzinstitute“ eingestuft, was sie unter strengere Kontrolle und Regelungen stellt. In Deutschland in der Vergangenheit wohl primär durch die Kreditkarten bekannt geworden, stieg man Anfang 2012 mit dem „LeitzinsPlus Tagesgeld“ aggressiv in den deutschen Tagesgeldmarkt ein.

In letzter Zeit auch durchaus negativ in den Schlagzeilen, sei es wegen Lebensmittelspekulationen oder wegen den jüngsten LIBOR-Manipulationen.

Anlagemöglichkeiten

Barclays operiert auf dem deutschen Markt mit einem recht überschaubaren Produktangebot: Ein Tagesgeldkonto und ein Festgeldangebot mit fünf verschiedenen Laufzeiten.

Tagesgeld

Bei Marktstart machte Barclays mit einem interessanten Angebot auf sich aufmerksam: Eine Tagesgeld-Verzinsung von 1,75% über dem aktuellen EZB-Leitzins – und das für drei Jahre ab Antragstellung garantiert. Das konnte sich im Vergleich durchaus sehen lassen.
Allerdings wurde dieses Angebot immer weiter abgeschwächt, so dass momentan nur noch 1,00% über dem EZB-Leitzins für drei Jahre garantiert wird. Bei dem sehr niedrigen Leitzins von 0,75% (Stand 24.07.2012) lohnt sich selbst diese Garantie nicht mehr so wirklich. Gezahlt werden die Zinsen immer zum Jahresende. Allerdings bekommt man die bis jetzt angefallenen Zinsen im Onlinebanking immer Tag-genau angezeigt.

Eine kleine, negativ auffallende, Besonderheit ist das Verhalten von Barclays bei eingehenden Überweisungen. Überweisungen werden, laut einiger Berichte, nur vom hinterlegten Referenzkonto angenommen. Überweisungen von anderen Konten werden abgelehnt und gehen an das Senderkonto zurück. Das führt dazu, dass das Handling des Kontos bei mehreren Girokonten unnötig kompliziert wird, da der zu überweisende Betrag immer zuerst auf das Referenzkonto überwiesen werden muss. Was dieser Schritt der Barclays bezwecken soll ist mir nicht bekannt, es sorgt aber für unnötigen Aufwand – vor allem weil das Referenzkonto auch nur schriftlich geändert werden kann.

Festgeld

Die Festgeldangebote von Barclays sind sehr überschaubar. Es gibt nur das traditionelle Festgeld mit Laufzeiten von 1, 2, 3, 4, oder 5 Jahren. Dazu kommt, dass momentan nicht wirklich extrem attraktive Zinsen für diese Festgelder geboten werden. Stand heute nicht wirkliche eine besondere Erwähnung wert.

Einlagensicherung

Als englische Bank unterliegt die Barclays Bank zuerst einmal der englischen FCSC. Diese sieht vor, dass Beträge bis zu einer Höhe von 85.000 £ zu 100 % abgesichert sind. Zusätzlich ist Barclays auch freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Hierdurch sind Einlagen über die 85.000 £ hinaus bis zu einer Höhe von derzeit 240 Mio. € abgesichert. Allerdings sind diese extrem hohen Sicherungsgrenzen mit Vorsicht zu genießen. Bei einer wirklich großen Bankpleite dürfte der Einlagensicherungsfonds wohl Probleme bekommen, solch eine Entschädigung wirklich zu stemmen.

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