Sberbank – Geldanlage mit russischen Wurzeln

sberbank directMit der Sberbank Direct hat im August 2014 ein neuer Anbieter von Tages- und Festgeldangeboten den deutschen Markt betreten. Hierbei handelt es sich allerdings mal wieder nicht um eine deutsche Bank, sondern um eine Marke der österreichischen Sberbank Europe, die wiederum eine 100 prozentige Tochter der Sberbank of Russia ist.

Die Sberbank of Russia wurde im Zuge der Ukrainekrise von den USA und der EU auf eine Sanktionsliste gesetzt (auf der sich z.B. auch die russische VTB befindet). Allerdings hat dies für deutsche Anleger keine unmittelbare Folge – für uns ist die österreichische Tochter und nicht die russische Mutter zuständig. Auch in Sachen Einlagensicherheit und Co ist der österreichische Einlagensicherungsfonds zuständig – der wie überall in Europa Einlagen bis zu 100.000 Euro absichert.

Die Produktpalette der Sberbank ist recht überschaubar mit genau zwei Produkten: Tagesgeld und Festgeld.

Die Konditionen sind (für die aktuellen Marktverhältnisse) gar nicht so übel. Aktuell wird die Tagesgeldanlage mit 1,3 % pro Jahr (inkl. Neukundenbonus von 0,1 %) verzinst. Dieser Zinssatz ist bis zum 31.12.2014 garantiert. Mindesteinlage gibt es keine und die Zinsen werden, im Gegensatz zu vielen Konkurrenten, vierteljährlich ausgezahlt.

Das Festgeldangebot splittet sich in vier Angebote mit unterschiedlichen Laufzeiten (12, 24, 36, 48 Monate) auf. Allen Angeboten gleich ist die nötige Mindestanlage in Höhe von 1.000 Euro und die jährliche Zinsgutschrift auf das Tagesgeldkonto. Auch die Festgeldkonditionen sind gar nicht so schlecht:

Laufzeit Verzinsung p.a.
12 Monate 1,4 % p.a.
24 Monate 1,5 % p.a.
36 Monate 2,2 % p.a.
48 Monate 2,2 % p.a.

Bei den langen Laufzeiten (36 und 48 Monate) liegt die Sberbank mit diesen Konditionen ganz vorne, aber auch die kürzen Angebote wissen mit Konditionen im vorderen Bereich (verglichen mit Mitanbietern) zu überzeugen.

Im aktuellen Umfeld sind die Angebote der Sberbank sicher eine Überlegung wert. Hinter der Bank steht zwar eine russische Mutter, welche in der aktuellen politischen Lage mit Sanktionen zu kämpfen hat, allerdings ist nicht die russische Mutter selbst sondern der österreichische Ableger (Sberbank Europe) für die auf dem deutschen Markt angebotenen Produkte zuständig.

1 comment to Sberbank – Geldanlage mit russischen Wurzeln

  • Das Angebot der Sberbank ist sicherlich sehr interessant. Aus meiner Sicht muss man sich jedoch immer die Frage stellen, inwieweit die österreichische Töchter von der Konzernzentrale abhängig ist. Gibt es dazu zufällig Präzedenzfälle aus der Vergangenheit?

Leave a Reply

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>